5. Deutsche Filmwoche Málaga — 2024

Kafkas letzter Sommer, DDR-Flucht und eine skurrile Kindheit

Rückblick

‚Die Herrlichkeit des Lebens‘ von Georg Maas und Judith Kaufmann eröffnete die 5. deutsche Filmwoche in Málaga über das letzte Lebensjahr des Schriftstellers Franz Kafka (herausragend gespielt von Sabin Tambrea), der im Sommer 1923 die aus Polen stammende Dora Diamant zufällig am Ostseestrand kennenlernt. Der erstaunlich heitere und leichte Tonfall über das letzte Lebensjahr des Schriftstellers, der 1924 im Alter von nur 40 Jahren an Tuberkulose starb, begeisterte das Publikum im großen Saal des nahezu ausverkauften Cine Albéniz. Im Anschluss an die Vorführung folgte ein Podiumsgespräch mit Regisseur Georg Maas über die Dreharbeiten und den Hintergrund des Films.

Großen Anklang fand die Komödie ‚Wann wird es endlich wieder so wie es nie war‘ von Sonja Heiss, die auf der autobiografischen Romanvorlage von Joachim Meyerhoff basiert. Josse verbringt seine Kindheit auf dem Gelände der psychiatrischen Klinik, die sein Vater leitet. Die skurrilen Patienten gehören ebenso zu seinem Alltag, wie seine Schrei-Anfälle oder die Vorträge seines Vaters über Sigmund Freud. Der Thriller ‚Verbrannte Erde‘ von Thomas Arslan zeichnet den Weg eines Berufskriminellen nach, der auf der Suche nach neuen Aufträgen nach Berlin zurückkehrt und nach einem Gemäldediebstahl aus einem Museum bald um sein Leben fürchten muss. ‚Die Wannseekonferenz‘ von Matti Geschonneck beruht auf Protokollen von Adolf Eichmann und berichtet von der industrie-artigen Planung des Völkermords durch die Nazis. Die mehrfach preisgekrönte Nachwuchsschauspielerin Lena Urzendowsky glänzte gleich in zwei Rollen: In dem DDR-Flucht-Drama ‚Jenseits der blauen Grenze‘ als Hochleistungsschwimmerin und in der Coming-of-Age-Komödie ‚Franky Five Star‘ als kauzige junge Frau mit lebhafter Fantasie.

Impressionen der Edition

Filme der Edition

Eine Auswahl von Filmplakaten und Szenen aus dem Programm.