4. Deutsche Filmwoche Málaga — 2023

Realität und Mythos, Film Noir und schwarze Komödien

Rückblick

Drei der neun Filme der 4. Woche des deutschen Films in Málaga wurden bei der Berlinale im gleichen Jahr vorgestellt. Der Eröffnungsfilm ‚Roter Himmel‘ von dem renommierten Christian Petzold erzählt von vier jungen Menschen auf der Suche nach ihrem Weg in der Welt. Waldbrände in der Nähe ihres Landhauses bedrohen ihre Idylle und Lebensplanung. Regisseur Christian Petzold schickte einen Video-Gruß, Produzent Anton Kaiser erläuterte im Podiumsgespräch nach der Vorführung zahlreiche Details des Films, etwa zur filmischen Einbeziehung der Waldbrände in Brandenburg. Mit dem Abschlussfilm ‚Undine’´- ebenfalls mit Paula Beer in der Hauptrolle – lief ein weiterer Film von Petzold, einem der international herausragendsten Vertreter von Arthouse-Filmen.

Der Thriller ‚Bis ans Ende der Nacht‘ von Christoph Hochhäusler schließt an die große Tradition des Film Noir an. Der Regisseur inszeniert seine Drehorte in Frankfurt wie eine neue Version der übleren Gegenden Chicagos. Thea Ehre erhielt für ihre Rolle als Trans-Frau Leni in Berlin den Silbernen Bären. In Málaga lief der Film als Spanien-Premiere. ‚Sisi & Ich‘ erzählt das Leben der Kaiserin Sisi aus der Sicht ihrer Hofdame Irma – herausragend gespielt von Sandra Hüller. Weitere Höhepunkte der Filmwoche waren ‚Alle reden übers Wetter‘ von Annika Pinske, eine sehr persönliche Beschreibung der gesellschaftlichen Bruchkanten im heutigen Deutschland, Oskar Roehlers ‚Enfant Terrible‘ über den legendären deutschen Filmemacher Rainer Werner Fassbinder oder Sophie Linnenbaums ‚The Ordinaries – Die Gewöhnlichen‘, der als Science-Fiction-Dystopie mit amüsanten Verweisen auf die Filmgeschichte auch als Matinee-Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler der Deutschen Schule Málaga großen Anklang fand.

Impressionen der Edition

Filme der Edition

Eine Auswahl von Filmplakaten und Szenen aus dem Programm.