Abstandspflicht, Podiumsgespräche und ein glänzender Eröffnungsfilm
Im Zeichen der Corona-Pandemie fand die 2. Ausgabe der deutschen Filmwoche Málaga statt. Aufgrund der geltenden Sicherheitsbestimmungen wurde die Woche auf den Herbst verschoben – dabei blieb es bis heute. Es galten strenge Hygienevorschriften mit Sicherheitsabstand im Kino und Maskenpflicht. Den Auftakt machte die beeindruckende Literaturverfilmung ‚Narziss und Goldmund‘ des oscar-prämierten Stefan Ruzowitzky. Erstmals fand im Anschluss an die Filmvorführung ein Podiumsgespräch zum Film statt. Produzent Helge Sasse erläuterte den Hintergrund der Entstehung des ambitionierten Historiendramas mit Jannis Niewohner und Sabin Tambrea, das aufgrund des Corona-Lockdowns nur einen Tag in deutschen Kinos gelaufen war. Der Empfang für geladene Gäste fand erstmals im Hotel AC Málaga Palacio statt. Eine weitere Neuheit war die Matinee-Vorstellung für Schülerinnen und Schüler der Deutschen Schule Málaga, in deren Rahmen wir den mit Unterstützung des deutschen Konsulats entstandenen Dokumentarfilm ‚Descubriendo a Otto‘ über den deutschen Honorarkonsul Otto Engelhardt zeigten, der von Sevilla aus gegen Hitler opponiert hatte und von den Nazis verfolgt und ermordet wurde. Bei einem anschließenden Kolloquium, an dem auch Nachfahren von Otto Engelhardt teilnahmen, beleuchtete der Historiker Carlos Font Aspekte seines Lebens. Insgesamt zehn aktuelle deutsche Filme standen auf dem Programm, darunter Komödien, Tragikomödien, Dramen und Dokumentarfilme.
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