7. Deutsche Filmwoche Málaga · 24.–28. November 2026

Programm 2026

Neun aktuelle Produktionen, fünf Festivaltage und zwei kostenlose Sondervorführungen: Entdecken Sie das Programm der DEFiMA 2026.
Alle Filme laufen in deutscher Originalfassung mit spanischen Untertiteln.

DEFiMA 2026

Dienstag, 24. November

Sala 1

Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

Jahr: 2024/25

Regie: Wolfgang Becker

Darsteller: Charly Hübner, Christiane Paul, Leon Ullrich, Leonie Benesch, Thorsten Merten, Dirk Martens, Peter Kurth, Daniel Brühl, Eva Löbau u.a.

Genre: Komödie

Länge: 113 Min.

Inhalt

Verfilmung des gleichnamigen Romans von Maxim Leo. Michael Hartung, Betreiber einer hoffnungslos verschuldeten Berliner Videothek, bekommt eines Tages unerwarteten Besuch: Ein Journalist, der zum 30. Jahrestag des Mauerfalls an einer Reportage über die größte Massenflucht aus der DDR arbeitet, hat bei seinen Recherchen Hartungs Namen in alten Stasi-Akten entdeckt. Er soll damals als Mitarbeiter der DDR-Bahn die Flucht von 127 Menschen über den Bahnhof Friedrichstraße eingefädelt haben. Zunächst streitet Hartung alles ab, doch angesichts eines stattlichen Honorars lässt er sich schließlich dazu hinreißen, die Geschichte zu bestätigen. Bald wird er in sämtlichen Medien als Held gefeiert. Es ist natürlich nur eine Frage der Zeit, bis das Gebilde aus Lügen und Halbwahrheiten in sich zusammenzufallen droht. Und dann verliebt Hartung sich auch noch in Paula, die als Kind in jenem S-Bahn-Zug Richtung West-Berlin saß, den er umgeleitet haben soll.

Festivals und Preise:

Deutscher Filmpreis 2026:

Nomiert in 3 Kategorien: Beste männliche Nebenrolle (Thorsten Merten), Beste männliche Nebenrolle (Peter Kurth), Beste Filmmusik (Lorenz Dangel)

Ernst-Lubitsch-Preis 2026: posthum verliehen an Wolfgang Becker für seine Arbeit in dem Film

DEFiMA 2026

Mittwoch, 25. November

Sala 3

Luisa

Jahr: 2023-25

Regie: Julia Roesler

Darsteller: Celina Scharf, Trixi Strobel , Dennis Seidel , Katharina Bromka , Melanie Lux u.a.

Genre: Drama

Länge: 94 Min

Inhalt

Luisa ist vor kurzem von zu Hause ausgezogen. Sie liebt Partys, ist für jeden Spaß zu haben, lässt sich auf Flirts und kleine Abenteuer ein. Sie lebt in der Wohngruppe einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung am Rande einer deutschen Kleinstadt. Dort erhält sie Unterstützung in ihrem oft turbulenten Alltag. Unbemerkt wird Luisa zunehmend stiller, in der Wohngruppe geht das alltägliche Leben weiter, bis unerwartet festgestellt wird, dass Luisa schwanger ist. Luisa selbst sagt nicht, wie das passiert ist, sie schweigt. Jede und jeder weiß, dass ihr Freund Anton nicht zeugungsfähig ist. Der Verdacht auf sexuellen Missbrauch liegt nahe. Luisa entschließt sich, die Schwangerschaft abbrechen zu lassen. Die Polizei wird eingeschaltet und versucht herauszufinden, ob eine Straftat vorliegt. Die Ermittlungen werden zur Belastungsprobe für Luisa, ihre Beziehung zu Anton und für das gesamte Personal der Wohneinrichtung.

Festivals und Auszeichnungen:

Achtung Berlin Film Festival (2026): Beste Schauspielleistung, bestes Drehbuch, bestes Kostümbild, beste Produktion

Sala 3

Wilma will mehr

Jahr: 2025

Regie: Maren-Kea Freese

Darsteller: Fritzi Haberlandt, Thomas Gerber, Stephan Grossmann, Leonhard Hugger

Genre: Tragikomödie

Länge: 112 Min.

Inhalt

Wilma ist eine Frau mit vielen Begabungen. Sie kennt sich mit Strom, Maschinen und Obst ebenso gut aus wie mit dem Gefühl, enttäuscht zu werden. Bis in die späten 1990er Jahre lebt sie im Lausitzer Braunkohlerevier. Doch als ihr Mann sie betrügt und sie auch noch ihren Job verliert, verlässt Wilma fluchtartig ihre Heimat. In Wien beginnt sie mit Mitte 40 ein neues Leben – ohne Plan, aber mit einer ordentlichen Portion Tatkraft. Sie schlägt sich als Allround-Handwerkerin durchs Wiener Umland, zieht in eine linksalternative WG und bringt nicht nur Stromleitungen, sondern auch ihr eigenes Leben wieder zum Laufen. Und als eine Tanzschule Wilma braucht, kehren zwischen Walzer und Werkzeugkasten langsam Lebenslust und die Offenheit für eine neue Liebe zurück.

DEFiMA 2026

Donnerstag, 26. November

Sala 3

Another German Tank Story

Jahr: 2024

Regie: Jannis Alexander Kiefer

Darsteller: Meike Droste, Johannes Scheidweiler, Roland Bonjour, Alexander Schuster, Monika Lennartz, Gisa Flake, Friederike Frerichs u.a.

Genre: Komödie

Länge: 96 Min.

Inhalt

In Wiesenwalde, einem heruntergekommenen Dorf in Brandenburg, passiert wenig bis gar nichts. Die einzige Sehenswürdigkeit ist ein Brunnen-Denkmal des Komponisten Georg Philipp Telemann, der hier angeblich durch das örtliche Wasser von einer schweren Krankheit geheilt wurde. Doch plötzlich keimt Hoffnung auf: Eine US-Filmproduktion hat Wiesenwalde als Drehort für einen Weltkriegs-Blockbuster auserkoren. Bürgermeisterin Susi hofft auf einen Tourismusboom, während Wirtin Jenny erstmals alle Zimmer ihrer "Telemann Klause" vermieten kann. Susis Sohn Tobi bekommt einen Job als Fahrer, weil er verschweigt, dass er gerade durch die Führerscheinprüfung gefallen ist. Sein Freund Wolffi ergattert derweil eine Statistenrolle und träumt von Hollywood. Während die Dreharbeiten voranschreiten, taucht plötzlich Susis Ex-Lover Bert nach fast 20 Jahren wieder auf. Und dann strandet auch noch ein Panzer mitten im Dorf - und niemand fühlt sich zuständig, ihn abzuholen.

Sala 3

Etwas ganz Besonderes

Jahr: 2026

Regie: Eva Trobisch

Darsteller: Eva Löbau, Frida Hornemann, Gina Henkel, Max Riemelt u.a.

Genre: Drama; Coming-of-Age

Länge: 116 Min.

Inhalt

Lea hat sich bei einer Gesangs-Castingshow beworben. Der Redakteur fragt: “Wer bist du und was macht dich aus?” Lea weiß es nicht. Und beginnt, nach einem passenden Ich zu suchen. In ihrem thüringischen Heimatort wird gerade das Museum kostspielig aus EU-Töpfen saniert und die Pension im Besitz ihrer Familie kämpft ums wirtschaftliche Überleben.

Leas Familie, das sind ihre Eltern Matze und Rieke – frisch getrennt, da Rieke von einem anderen Mann schwanger ist, und noch recht ungeübt in den neuen Familienverhältnissen. Und ihre Großeltern, die ebenfalls genug Probleme miteinander und mit ihrem Waldhotel haben, das in der besucherarmen Region mehr Geld verschlingt, als es einbringt. Dann ist da noch ihre Tante Kati, die in ihrer Unabhängigkeit ein Vorbild für Lea ist, sich als Museumsleiterin aber gerade keine Freunde in der kleinen Provinzstadt macht. Leas beste Freundin Bonny ist ganz woanders mit dem Kopf, denn sie ist frisch verliebt in Leas Cousin, den Aktivisten Edgar. Wer also ist die Kandidatin Lea? Welche Homestory lässt sich aus dieser Familiengeschichte machen?

Festivals und Auszeichnungen:

Berlinale 2026 (Wettbewerb)

DEFiMA 2026

Freitag, 27. November

Sala 3

Der Frosch und das Wasser

Jahr: 2025

Regie: Thomas Stuber

Darsteller: Aladdin Detlefsen, Kanji Tsuda, Bettina Stucky, Meltem Kaptan, Cornelius Schwalm u.a.

Genre: Roadmovie, Komödie

Länge: 113 Min.

Inhalt

Der junge Stefan Busch, genannt Buschi, lebt in einer betreuten Wohngemeinschaft, in der sein Alltag klar strukturiert und wenig abenteuerlich ist. Während eines organisierten Ausflugs trifft er jedoch eine spontane Entscheidung, die alles verändert: Er schließt sich einer japanischen Reisegruppe an und lässt sein bisheriges Leben hinter sich. Auf der gemeinsamen Fahrt entwickelt sich eine vorsichtige Freundschaft zwischen Buschi und dem japanischen Reisenden Hideo Kitamura. In der ungewohnten Umgebung und fern vertrauter Routinen beginnt Buschi, der bislang konsequent auf verbale Kommunikation verzichtet hat, neue Formen des Ausdrucks und der Nähe zu entdecken und in Gesellschaft anderer aufzugehen. Märchenhaft und voller Poesie erzählt Thomas Stuber in seinem Roadmovie, das bis nach Japan führt, von einer ungewöhnlichen Verbindung, die ganz ohne Sprache auskommt.

Festivals und Preise:

Tallinn Black Nights Film Festival 2025: beste Hauptrollen (Aladdin Detlefsen und Kanji Tsuda

Sala 3

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Jahr: 2026

Regie: Simon Verhoeven

Genre: Komödie

Darsteller: Bruno Alexander (Joachim Meyerhoff), Senta Berger (Inge), Michael Wittenborn (Hermann), Laura Tonke (Mutter Iris Meyerhoff), Devid Striesow (Vater Richard Meyerhoff), Anne Ratte-Polle (Gretchen Kinski)

Länge: 137 Min.

Inhalt

Verfilmung von Joachim Meyerhoffs gleichnamigem Bestseller: Mit zwanzig Jahren erhält Joachim unerwartet einen Studienplatz an der renommierten Schauspielschule in München. Für seine Ausbildung zieht er in die Villa seiner Großeltern in einem wohlhabenden Stadtviertel – ein Ort, an dem die Tage zwischen strengen Ritualen, reichlich Alkohol und den skurrilen Eigenheiten der Großeltern ihren ganz eigenen Rhythmus haben. Hin- und hergeworfen zwischen absurden Schauspielübungen, familiären Erwartungen und den großen Gefühlen des Erwachsenwerdens versucht Joachim, seinen eigenen Platz im Leben zu finden.

Festivals und Preise:

Deutscher Filmpreis 2026:

Bester Spielfilm (Bronze); beste weibliche Hauptrolle (Senta Berger); beste männliche Nebenrolle (Michael Wittenborn)
Nominierungen: beste Regie u. bestes Drehbuch (Simon Verhoeven); beste Tongestaltung

DEFiMA 2026

Samstag, 28. November

Sala 3

Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste

Jahr: 2023

Regie: Margarethe von Trotta

Darsteller: Vicky Krieps, Ronald Zehrfeld, Tobias Resch, Basil Eidenbenz, Luna Wedler u.a.

Genre: Beziehungsdrama; Biopic

Länge: 110 Min.

Inhalt

Sie ist Österreicherin, er Schweizer, sie Lyrikerin, er Dramatiker, sie draufgängerisch und verwundbar, er verwegen und bisschen Biedermann: Ingeborg Bachmann und Max Frisch sind bereits so etwas wie internationale Stars der Kulturszene, als sie sich im Sommer 1958 in Paris erstmals begegnen. Die vier Jahre danach versuchen sie sich in großer Liebe und offener Beziehung zwischen Zürich, seiner Heimatstadt, und Rom, ihrer Wahlheimat. Frisch neidet ihr den Ruhm; Bachmann nervt sein Schreibmaschinengeratter und seine Eifersucht sowieso. Sie ist emanzipiert, versuchsweise frei, mobil, produktiv; in Berlin schreibt sie die berühmte Rede "Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar". Dass und vor allem wie sehr sie leidet, erkennt sie erst hinterher, mit Adolf Opel in der Wüste, bei Hans Werner Henze in Italien.

Von Trotta verwebt die Zeiten des Vor- und Nach-der-Katastrophe. Sie inszeniert direkt, nüchtern und elegant. Ronald Zehrfeld als korpulenter Pfeifenraucher und Vicky Krieps (nach der Sisi in einer weiteren Kultfigur-Rolle): kongenial. Nicht vom fatalen Ende Bachmanns handelt dieser Film, sondern von ihrem Hoffen auf Liebe und Respekt, in der Literatur wie im Leben.

Festivals und Preise:

Berlinale 2023: Nominierung Goldener Bär

Sala 3

Miroirs No. 3

Jahr: 2025

Regie: Christian Petzold

Genre: Beziehungsdrama; Triller

Darsteller: Paula Beer (Laura), Barbara Auer (Betty), Matthias Brandt (Richard), Enno Trebs (Max) u.a.

Länge: 86 Min.

Inhalt

Nach einem schweren Autounfall, bei dem ihr Lebensgefährte ums Leben kommt, überlebt die junge Klavierstudentin Laura unverletzt – doch innerlich ist sie erschüttert. Sie findet Zuflucht bei Betty, die sie völlig unbefangen in ihr Haus einlädt, und zwischen den beiden Frauen entsteht schnell eine enge Verbindung. In der vertrauten Umgebung – bei Gartenarbeit, Besuchen in der Autowerkstatt von Bettys Ehemann Richard und ihrem Sohn Max sowie gemeinsamen Mahlzeiten – erlebt Laura Momente von Nähe und Geborgenheit. Doch hinter dieser scheinbaren Leichtigkeit verbirgt sich ein unausgesprochener Schmerz, der alle verbindet. Laura muss sich ihm stellen, um ihr Leben und ihre Fähigkeit zu lieben wiederzufinden.

Festivals und Preise:

Cannes, Toronto, San Sebastián

Preis der deutschen Filmkritik, mehrere Nominierungen

Eintritt frei

Sondervorführungen

Mittwoch, 25. November · 18:00 Uhr

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Mijas · Teatro Las Lagunas

Camino del Albero 16 · Las Lagunas de Mijas

↗ Anfahrt mit Google Maps

Donnerstag, 26. November · 19:00 Uhr

Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

Torrox Costa · Sala de Usos Múltiples

Avenida de Andalucía 7 · Torrox Costa

↗ Anfahrt mit Google Maps